Kooperation zwischen GAMMAF und DAEMMA in Deutschland

Kooperation zwischen GAMMAF und DAEMMA in Deutschland

 

20161210-mon_1643_webIm Dezember 2016 wurde zwischen der GAMMAF (German Amateur Mixed Martial Arts), vertreten durch Herrn A. Bakos und Herrn L. Bakos, und der DAEMMA (Deutsche Ärztevereinigung Mixed Martial Arts), vertreten durch Herrn Prof. Dr. med. C. Wiese und Herrn Dr. med. M. Taghavi, in Berlin die Zusammenarbeit und Kooperation beschlossen.

Diese Kooperation dient dazu, medizinische Sicherheit und einheitliche medizinische Standards im MMA Sport zum Schutz der Sportler bundeseinheitlich zu gewährleisten. Die DAEMMA engagiert sich seit Jahren in Verbindung mit den MMA-docs wissenschaftlich und praktisch für die medizinische Sicherheit nationaler und internationaler MMA Veranstaltungen. Hierdurch konnten wertvolle Erkenntnisse im medizinischen Bereich erschlossen und bereits z. T. in die Praxis umgesetzt werden. Diese medizinischen Maßnahmen prägen auch die zukünftige Zusammenarbeit der GAMMAF und der DAEMMA in Deutschland.

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Ziele der zukünftigen Zusammenarbeit und Kooperation für die medizinische Sicherheit im MMA Sport sind ab dem Jahr 2017 u.a.:

  1. Verpflichtende Laboruntersuchungen jedes Sportlers für eine Teilnahme an MMA Veranstaltungen (u.a. Hepatitis B, Hepatitis C und HIV Serologie). Die Laboruntersuchung ist alle 6 Monate durchzuführen. Sollte eine Laboruntersuchung zur Veranstaltung nicht vorliegen, wird der Sportler entweder nicht zur Veranstaltung zugelassen oder es wird ein Serologie Schnelltest durchgeführt, der ggf. durch den Sportler bzw. den Veranstalter zu finanzieren ist.
  2. Einführung von Dopingkontrollen bei MMA Veranstaltungen mittels Schnelltestung. Die Kosten derartiger Kontrollen sind durch den Veranstalter zu finanzieren und durch die Ringärzte medizinisch zu beaufsichtigen (NADA Kontrollen).
  3. Medizinische / Sportärztliche Regeluntersuchungen zur Kampftauglichkeit mindestens 1x/Jahr. Diese Nachweise sind durch den Sportler vor der Veranstaltung zu erbringen und dem Veranstalter bzw. den Ringärzten regelhaft und unaufgefordert vorzulegen.
  4. Standardisierte medizinische Checks durch die Ringärzte unmittelbar vor der jeweiligen Veranstaltung zusätzlich zu den jährlichen Untersuchungen. Bei Auffälligkeiten bzw. keiner medizinischen Freigabe für die Veranstaltung, ist der Sportler von der Veranstaltung auszuschließen. Die Kosten für die Stellung der Ringärzte sind vom jeweiligen Veranstalter zu tragen.
  5. 20161210-mon_1684_webMedizinische Sicherstellung der Veranstaltung mit zwei, durch die DAEMMA und die GAMMAF zertifizierten, Ringärzten zur Durchführung der medizinischen Betreuung während der Veranstaltung. Die Kosten hierfür sind durch den jeweiligen Veranstalter zu tragen.
  6. Medizinische Nachkontrolle der Sportler nach dem Kampf.
  7. Stellen geeigneter Rettungsmittel durch den jeweiligen Veranstalter nach Rücksprache mit den Ringärzten, die die Veranstaltung betreuen.
  8. Einführung eines Sportpasses für jeden Sportler, in dem auch die entsprechenden medizinischen Daten gespeichert werden sollen.
  9. Einführung einer Ringarztlizenz nach den Statuten der GAMMAF und der DAEMMA.

 

Langfristige Ziele beider Vereinigungen sind die Anerkennung des MMA Sports vom Deutschen Olympiasportverband https://www.dosb.de/ sowie von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention http://www.dgsp.de/.

Beide Vereinigungen sind sich darüber einig, dass einheitliche medizinische Regularien und Bestimmungen notwendig sind, um dem MMA Sport in Deutschland zur allgemeinen Anerkennung zu verhelfen und werden sich entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten hierfür einsetzen.

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